Seltene Bäume im Friedrichsanfang

Nicht selten hört man die Anfrage, was das wohl für Bäume im Bereich Friedrichsanfang auf der rechten Straßenseite sind? Dem Betrachter bietet sich eine herrliche Baumreihe mit üppigen Blüten, die keinesfalls zu übersehen sind.

 

Wir haben den Baumsachverständigen Herr Dr. Meister aus Ohrdruf befragt.

 

Von ihm war zu erfahren, dass es sich um 12 stattliche Exemplare der Schwedischen Mehlbeere (Sorbus intermedia) handelt, die im Frühjahr eine üppige Blütenpracht entfalten. Die bis zu 10 cm breiten Schirmrispen leuchten weiß bis cremefarben. Im Herbst bilden sich daraus kugelige bis eiförmige Apfelfrüchte, die erst grünlich, reif orange bis leuchtend rot erstrahlen. Die vitalen und hochgewachsenen Bäume weisen einen Stammumfang von 2,04 bis 2,63 m (2007) auf. Damit sind diese Bäume die zweitmächtigsten Schwedischen Mehlbeerbäume in Deutschland. Die mächtigste Schwedische Mehlbeere Deutschlands steht als Solidärbaum auf der Insel Hiddensee mit einem Stammumfang von 2,89 m (2008) und einem Alter von 110 Jahren. Damit ist klar, dass die stattliche Baumreihe im Friedrichsanfang nicht nur für unsere Region eine Rarität ist, sondern für ganz Deutschland hohen Stellenwert trägt.

 

Bei den meisten Neupflanzungen in heutiger Zeit handelt es sich um Echte oder Gewöhnliche Mehlbeerbäume (Sorbus aria), die die Größe und den Umfang der Schwedischen Mehlbeere nicht erreichen werden.

 

Die Gemeinde Crawinkel ist stolz auf diese Baumreihe mit Raritätscharakter.

 

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Regina (Samstag, 24 Mai 2014 18:59)

    Als in der Zeit des Straßenbaus im Friedrichsanfang eine Lärche wegen Erkrankung entfernt werden mußte, wurde an dieser Stelle von den Anwohnern eine solche Mehlbeere geplanzt, der die Reihe in dwer Art fortgesetzt hätte. Dieser Baum war in einem Garten an der linken Straßenseite wild gewachsen, wurde gepflegt und war bereits über 2 m hoch.
    Im Auftrag der Gemeinde mußte dieser Baum aber wieder entfernt werden und wurde von den Gemeindearbeitern durch eine Kastanie ersetzt. Der Grund: Dieser Baum ist in der Straßenplanung nicht enthalten.
    Die Kastanie ist eingegangen, wurde im letzten Jahr wieder durch einen anderen Baum ersetzt, aber nicht durch eine Mehlbeere. Schade eigentlich, wo doch dieser Baum gar nichts gekostet hätte. Die Anwohner wollten ihn als "ihren Baum" sehen und hätten auch die Pflege wie das Gießen übernommen hätten, bis er richtig Fuß gefasst hat. Das war bei der Kastanie nicht so, keiner hat gegossen und da hat sie sich eben verabschiedet. Übrigens, wer mal die Straße entlang laufen sollte, schaut doch mal bitte an die Wurzeln dieser Bäume, da war bereits im letzten Sommer überall starker Pilzbefall. Ist das etwa der Anfang vom Ende dieser schönen Baumreihe!?