SPD & Grüne für Ohratalbahn

Pressemitteilung


Kreistagsfraktion SPD-Bündnis 90/Die Grünen begrüßt klares Votum des Kreistages die Chancen für eine Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Ohratalbahnstrecke auszuloten.

 

Der Antrag der Fraktion SPD-Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag, den Landrat zu beauftragen, sich um eine kreis- und gemeindeübergreifende Zusammenarbeit für eine mögliche Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs auf der Strecke der Ohratalbahn zu bemühen und dem Kreistag bis zum 30.06.2015 darüber zu berichten, wurde in der Kreistagssitzung in der vergangenen Woche mit großer Mehrheit angenommen.

 

Stefan Schambach, Vorsitzender der rot-grünen Kreistagsfraktion erklärte dazu: „Es freut mich, dass der Kreistag so klar unserem Antrag gefolgt ist. Bei der Umsetzung des Kreistagsauftrages ist nun nicht nur die koordinierende Hand des Landrates gefragt. Die beiden betroffenen Landkreise und die Anrainerkommunen müssen sich klar bekennen, ob sie eine Reaktivierung der Strecke wollen und was sie dafür zu tun bereit sind“.

 

Die größten Chancen für eine Wiederinbetriebnahme der besagten Strecke sieht Schambach in einer genauen Analyse der im Gewerbegebiet Ohrdruf liegenden Potentiale für den Schienenpersonennahverkehr. „Zum Gewerbegebiet Ohrdruf pendeln täglich mehrere tausend Menschen mit dem Auto. Hier ist die Ohrdrufer Bürgermeisterin gefragt, mit den Unternehmen im Gewerbegebiet gemeinsame Ideen und Vorschläge zu entwickeln, wie zukünftig eine Nutzung der Bahn für die Beschäftigten im Gewerbegebiet ermöglicht und attraktiv gemacht werden könnte“, so der SPD-Politiker.

 

Aus Sicht des Sozialdemokraten könne der weitere Verfall der für den Personennahverkehr stillgelegten Strecke Gotha-Gräfenroda nur aufgehalten werden, wenn es gelinge ein schlüssiges kreis- und gemeindeübergreifendes Konzept hinzubekommen. Solch ein Konzept sei die Grundlage, um beim Land dafür werben zu können wieder Schienenverkehr auf diese Strecke zu bringen und zu dessen Finanzierung beizutragen.

 

„Nur über eine verstärkte Nutzung der Strecke kommt beim Streckenbetreiber das Geld für deren Unterhaltung rein. Passiert das nicht, wird wegen des Streckenverfalls womöglich irgendwann eine endgültige Stilllegung und Verwertung der Strecke zur Debatte stehen, wie das bereits in anderen Regionen passiert ist. Einen solchen Automatismus gilt es gemeinsam zu verhindern“, so Schambachs Appell.


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