"Raubbau" am Crawinkler Gemeindewald

Klar zu sehen- das Innere des Baumes zum Teil schon verfault.
Klar zu sehen- das Innere des Baumes zum Teil schon verfault.

In der letzten Gemeinderatssitzung am 25. März d. J. stellte die SPD-Fraktion einen Antrag zur Stoppung des Raubbaus im Gemeindewald und wollte damit den Bürgermeister anweisen, künftig alle Baumfällaktionen im Gemeinderat abzustimmen. 

Grund für den Unmut waren die kürzlich abgeholzten Flächen entlang der „Rodelstraße“ Am Vetterberg sowie die Baumfällungen am Ehrenrain, Bahnhofstraße und weitere kleinere Fällmaßnahmen.

Hier sah die SPD den Bürgermeister als Verantwortlichen und unterstellte ihm eigenmächtiges Handeln.

Dies ist so nicht richtig, wie sich aufgrund der Ausführungen des Forstamtsleiters herausstellte. Für den Crawinkler Gemeindewald gibt es einen 10-Jahresplan, nach dem die Forstwirtschaft betrieben wird. Dieser wurde bereits im Jahre 2005 vom damaligen Bürgermeister unterzeichnet. Dass der Holzeinschnitt beispielsweise am Vetterberg nun so massiv erfolgen musste, ist der Tatsache geschuldet, dass die beiden Amtsvorgänger den Wirtschaftsplan vernachlässigt hatten. Auch hier erfolgte keine Abstimmung im Gemeinderat.

Laut Forstamtsleiter hätten diese Maßnahmen bereits vor 5 Jahren erfolgen sollen. Nun musste aufgrund des Zustandes der Bäume gehandelt werden - um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, da selbst der Forst diese Bäume nicht mehr als sturmsicher ansah. Andererseits konnte das bereits erntereife Holz noch gewinnbringend verkauft werden.

Im Jahr 2016 wird dieser Forstwirtschaftsplan erneut für die nächsten 10 Jahre erstellt und im Gemeinderat besprochen.

Im letzten Jahr brach bei einem Sturm in der Bahnhofstraße bereits ein Baum. Der Schreck saß bei vielen tief, denn der Baum befand sich auf dem Schulweg zahlreicher Kinder. Eine Begutachtung hatte längst ergeben, dass die meisten Bäume hohl waren. Dies bestätigte sich bei der Besichtigung der gefällten Baumstämme dann auch.

Im Zuge der geplanten Straßenbaumaßnahmen verständigte man sich im Bauausschuss darauf, die Bäume zu fällen und Neuanpflanzungen entlang der Bahnhofstraße vorzunehmen. Auch wenn diese Baumaßnahme nicht mehr in diesem Jahr realisiert werden kann – die neuen Bäume sind trotzdem fester Bestandteil der Planungen.

Weder der Bürgermeister Heinz Bley noch der CDU Ortsverband Crawinkel wollen einen Kahlschlag in Crawinkel und Umgebung vornehmen. Aber wir möchten unserer Verantwortung gerecht werden, für die Sicherheit unserer Einwohner und Gäste zu sorgen.

 

CDU- Ortsverband Crawinkel

 

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