Jonastalschließung beschlossene Sache?

Diese Internetseite sammelt kommentarlos Zeitungsartikel der Gegenwart und Vergangenheit. Dem Leser soll so ein Überblick über die bisher vergeblichen Rettungsversuche und Alternativlösungen gegeben werden.

Erst wenn das letzte Loch in der Strasse geflickt ist,
die letzte Bodenwelle ausgeglichen
und die letzte Brücke saniert wurde,
dann können wir wirklich davon ausgehen,
daß die Jonastalstraße gerettet ist.


17.02.2012

Anwohner befürchten Schließung der Straße durchs Jonastal

Ab Freitag wird in und um Crawinkel wieder auf das Problem der Straße durch das Jonastal aufmerksam gemacht. Und plötzlich werden auch die Behörden aktiv.

Arnstadt. Am Eingang zum Jonastal steht ein Schild, das die Schließung der Landesstraße zwischen Arnstadt und Espenfeld ankündigt. Nur für ein paar Stunden zwar und mit ungewöhnlicher Rechtschreibung, aber in Espenfeld, Gossel und Crawinkel wird gemunkelt, es könne der Vorbote einer endgültigen Lösung sein. Denn auf Versprechungen gibt man hier nichts mehr. Zu oft schon wurde die "Rettung des Jonastals" verkündet. Und nach ein paar Monaten taten sich dann neue Probleme auf. Das geht schon so seit vielen Jahren. Die Umgehung der Strecke über Siegelbach-Espenfeld war schon einmal beschlossene Sache, bis die Bürger in die Offensive gingen und neue Verhandlungen erreichten. Die schienen zunächst erfolgreich, der Kreistag fasste sogar einen Beschluss, die Straße vom Land zu übernehmen, was bis dahin undenkbar schien. Doch dann gab es die Nachricht, die Brücken seien doch so marode, dass die Schließung der Straße unabwendbar wäre. Als Notlösung wurden dann Verengungen eingebaut, die den illegalen Lkw-Verkehr verhindern sollten, aber selbst breiten Pkw die Durchfahrt verweigerten. Und immer wieder war von einer Vereinbarung die Rede, die zwischen Land und Kreis über das Jonastal getroffen werden sollte. Doch die lässt weiter auf sich warten. Deshalb ist es gegenwärtig wieder sehr unruhig in den Gemeinden um das Jonastal. Aufrufe zum Protest, Einladungen zu Podiumsdiskussionen und offene Briefe kursieren in der Gegend. Und alle haben ein Thema: Die Straße von Arnstadt nach Crawinkel und ihre Zukunft. Heute sollen in Crawinkel Protestplakate aufgehängt werden, die den Erhalt der Straße fordern. Kurzfristig hat der Gewerbeverein Crawinkel für kommende Woche zu einer Debatte mit Entscheidungsträgern eingeladen, auch hier geht es um ein "offenes Jonastal ohne Wenn und Aber". Aber warum der Protest gerade jetzt? Hat es mit der stundenweisen Sperrung der Straße zu tun, die vielleicht doch Vorbote einer grundsätzlichen negativen Entwicklung ist?

Heinz Bley, Chef der Agrar-GmbH und Vorsitzender des Gewerbevereins Crawinkel. "Wir haben nur die anhaltende Befürchtung, dass das Jonastal doch noch geschlossen werden könnte", sagt Bley. "Man hört offiziell so wenig und deshalb haben wir beschlossen, ein bisschen Druck zu machen." Neue Proteste der Anwohner angekündigt Die Region um Crawinkel ist aus Sicht der Bewohner ohnehin schon genug gebeutelt. Die Bahnlinie nach Gotha wurde eingestellt, mit der Bus-Ersatzlösung scheinen viele nicht zufrieden zu sein. "Das funktioniert nicht", sagt Heinz Bley. "Und wenn man jetzt noch das Jonastal schließen sollte, wohnen wir in einer abgeschnittenen Einöde." So sehen es auch die Gosseler, während man in Espenfeld andere Probleme hat: Falls das Jonastal ganz geschlossen werden sollte, würde der gesamte Verkehr durch den kleinen Ort und seine viel zu schmalen Straßen rollen. Landrat Benno Kaufhold versteht die neuerliche Aufregung nicht. "Ich habe doch einen klaren Auftrag vom Kreistag, das Problem so zu lösen, dass das Jonastal offen bleibt." Dieser Auftrag stammt allerdings schon vom 16. Dezember 2009. Und warum ist seitdem nichts passiert? Er habe eben lange verhandeln müssen, sagt Kaufhold. " Die geführten Diskussionen in den vergangenen Jahren betrafen insbesondere den kritischen Streckenabschnitt zwischen Ortsausgang Arnstadt und der Auffahrt Espenfeld mit mehreren eingeschränkt befahrbaren Brückenbauwerken", sagt Kaufhold. "Nach mehreren Verhandlungsrunden zwischen Landrat Benno Kaufhold , dem Bauministerium und dem Straßenbauamt Mittelthüringen konnte jetzt im Ergebnis die Erhaltung der Straße durch das Jonastal erreicht werden", heißt es in einer Pressemitteilung. Für die Anwohner ist vor allem das Wort "jetzt" wenig überraschend. "Die haben die ganze Zeit wenig von sich kören lassen", sagt Heinz Bley, "aber erst, als wir jetzt neue Proteste angekündigt und zur Podiumsdiskussion eingeladen haben, kommen plötzlich Ergebnisse auf den Tisch", sagt der Chef des Gewerbevereins. Protestiert wird aber ab heute in Crawinkel trotzdem. Und die Podiumsdiskussion soll auch stattfinden. Damit man sicher ist, dass es wirklich kein Wenn und Aber mehr gibt.

 

Quelle TA


17.02.202

Pkw-Verkehr rollt weiter durchs Jonastal

Arnstadt - Das Jonastal bleibt weiterhin für den Pkw-Verkehr geöffnet. Das teilt Manuel Löffelholz vom Landratsamt mit. Nach Verhandlungen, die Landrat Benno Kaufhold mit dem Bauministerium und den Straßenbauamt Mittelthüringen geführt habe, sei die Zusage zur Erhaltung der Straße gefallen.

"Die Verbindung zwischen Arnstadt und Crawinkel ist eine wichtige Strecke, die täglich von vielen Einpendlern genutzt wird. Diese müssen wir erhalten", sagte Landrat Benno Kaufhold. Frühzeitig hatte er sich im Auftrage des Kreistages dazu gemeinsam mit seinem Gothaer Amtskollegen Konrad Gießmann und den Behörden in Verbindung gesetzt. "Beide Landesbehörden sehen das Offenhalten der Strecke - ebenso wie die Landräte - als notwendig an." Deshalb soll die Strecke in den kommenden Jahren saniert werden. Eine entsprechende Vereinbarung soll noch im Februar abgeschlossen werden. Nach der Sanierung soll das Jonastal zur Kreisstraße abgestuft werden.

 

Quelle in Südthüringen.de


25.11.2011

Ilmkreis-Landrat hat Fahrverbot im Jonastal

Der Dienstwagen Audi A 6 von Benno Kaufhold überschreitet die zulässige 2-Meter-Höchstbreite um 2 Zentimeter. Die Angaben im Fahrzeugschein entsprechen nicht der tatsächlichen Breite.

Arnstadt. Holen Sie schon mal den Zollstock heraus. Der entscheidet nämlich darüber, ob Sie durch das komplette Jonastal im Ilmkreis fahren dürfen oder den Umweg über Espenfeld nehmen müssen. Die Befahrbarkeit der Straße zwischen Arnstadt und Crawinkel, speziell der Abschnitt bis zum Abzweig Espenfeld, entwickelt sich zu einer unendlichen Geschichte. Und zu einer reichlich skurrilen dazu. Vor wenigen Tagen gab es nach einer Brückenüberprüfung erst eine Schließungsanordnung und auf Initiative des Ilmkreis-Landrats und des Arnstädter Bürgermeisters dann wieder einen Kompromiss, den man allerdings schon vor Jahresfrist ausgehandelt zu haben glaubte. Die Sperrung für Lkw über 7,5 Tonnen wurde verschärft, nun dürfen nur noch Fahrzeuge mit maximal 3,5 Tonnen den Abschnitt mit den maroden Brücken zwischen Arnstadt und dem Abzweig Espenfeld passieren. Da man ja schlecht eine Wiegeeinrichtung an beiden Enden des Abschnittes einbauen kann, griff man nach dem Motto: "Wer schmal ist, ist auch leicht" zur Breitenbeschränkung, um die Gewichtsbeschränkung durchzusetzen. Fahrzeuge mit einer Breite über 2 Metern dürfen nun nicht mehr passieren...

 

Weiterlesen - Quelle TA


18.11.2011

Jonastal bleibt für Pkw offen

Viel Aufregung um nichts? Anfangs der Woche hatten Landrat Benno Kaufhold (CDU) und Arnstadts Bürgermeister Hans-Christian Köllmer (Pro A) alarmiert, dass das Straßenbauamt Mittelthüringen das Jonastal nun entgegen vorheriger Aussagen doch sperren möchte. Und zwar nicht perspektivisch, sondern schon ab dem kommenden Sonntag.

Arnstadt. Der Zustand von zwei Brücken sei zu schlecht, um die Verbindung zwischen dem Ortsausgang Arnstadt und dem Abzweig Espenfeld länger offen halten zu können, hieß es noch am Montag. Das soll man nun in Erfurt eigentlich gar nicht so definitiv gemeint gewesen haben, hörte man gestern hinter vorgehaltener Hand. Das offizielle Ergebnis eines Spitzengespräches am Mittwochnachmittag mit dem Straßenbauamt lautet jedenfalls (wieder einmal): Das Jonastal bleibt offen. Allerdings mit der Einschränkung einer Einschränkung. Bisher war der Abschnitt mit den Brücken schon für Lkw mit einem Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen gesperrt. Das wurde aber trotz der zusätzlichen Breiteneinschränkung offensichtlich nicht selten ignoriert. Künftig soll eine Gewichtsbegrenzung von 3,5 Tonnen und eine Breitenbegrenzung von 2,10 Metern gelten, damit wirklich nur noch Pkw die lädierten Brücken passieren können.

Benno Kaufhold auf TA-Anfrage. Die von ihm zwischen zwei Terminen angekündigte Pressemitteilung lag bis zum frühen Abend noch nicht vor.

 

Quelle TA


15.11.2011

Neuer Ärger um das Jonastal

Eigentlich schien die Sache längst ausgestanden. Nach einer monatelangen Hängepartie gab es im März vergangenen Jahres einen Kreistagsbeschluss, der dauerhaft den Erhalt der Straße durch das Jonaszal sichern sollte.

Arnstadt. Danach erklärte sich der Kreis bereit, das Teilstück dieser Straße zwischen Arnstadt und dem Abzweig Espenfeld vom Land zu übernehmen nach einer Instandsetzung der Straße. Und die Stadt Arnstadt nimmt in gleichem Atemzug die Straße zwischen Siegelbach über Espenfeld bis ins Jonastal in ihre Regie zurück. Damit würden zwar die Haushalte der Stadt und des Kreises zusätzlich belastet, aber das Ansinnen des Landes sollte damit endgültig vom Tisch sein: Die Schließung der Straße und deren Rückbau zu einem Fahrrad- und Wanderweg. Dagegen waren nicht nur die Espenfelder Sturm gelaufen, sondern alle zwischen Arnstadt, Crawinkel, Ohrdruf und Frankenhain, die am Erhalt dieser Verbindung ein großes Interesse hatten. Seit März 2010 war Ruhe. Was zu der Annahme hätte führen können, die Mühlen der Bürokratie würden eben nun mahlen. Etwas langsam zwar, aber zielstrebig. Bis zur Übergabe der Straße an den Kreis. Doch vergangene Woche kam nun Sand ins bürokratische Getriebe. Zwar versichert Landrat Benno Kaufhold , dass sich am langfristigen Ziel der Übernahme nichts geändert habe, aber kurzfristig teilte das Land allen Beteiligten mit, man müsse jetzt "vorübergehend" das Jonastal doch schließen. Und zwar nicht irgendwann, sondern schon am kommenden Wochenende. Eine Art Totensonntag für das Jonastal. Was war passiert? Die Schließungs-Ankündigung soll das Ergebnis einer "Brücken-Tiefenprüfung" sein, die nur alle paar Jahre durchgeführt wird. Und für das Jonastal ergab sie jüngst den Befund: Einige der Brücken sind in einem wesentlich schlechteren Zustand als angenommen. "Man kann zwar mit dem Trabbi noch drüber, aber bei größeren Lkw wird es schon problematisch", fasste Landrat Kaufhold das Landes-Prüfergebnis zusammen. Nun könnte man sich eigentlich zurücklehnen und darauf verweisen, dass die Durchfahrt durch das Jonastal für größere Lkws sowieso gesperrt ist, aber das Land hat ein gewichtiges Gegenargument: Die Brummi-Fahrer halten sich nicht dran. Trotz Verbots donnern auch schwere Transporter über die maroden Brücken - mit unklaren Folgen. Und deshalb müsse das Jonastal zwischen Arnstadt und Abzweig Espenfeld ab 20. November voll gesperrt werden, bis man vielleicht die Brücken saniert hat. Die entsprechende Umleitung führt dann über Siegelbach und Espenfeld. Es ist genau die Variante, die durch den Kreistagsbeschluss unbedingt vermieden werden sollte. Und nicht nur Benno Kaufhold hat Zweifel daran, ob ein solches Provisorium jemals wieder aufgehoben wird. "Was einmal zugemacht worden ist. . .", sagte er gestern, ohne den Satz zu vollenden. Es war auch gar nicht nötig.

Denn jeder kennt die gegenwärtigen Debatten über den Straßenbau in Thüringen. Und wenn das Land nicht einmal Geld für die Ichtershäuser Straße hat, was wird dann erst mit ein paar Brücken im Jonastal, für die es noch dazu eine Umleitungsstrecke in einem guten Zustand gibt. Es gibt also gute Gründe, die Pläne des Landes für eine zeitweilige Schließung gar nicht erst Wirklichkeit werden zu lassen. Ideen dafür gibt es auch: Man könnte zum Beispiel die Brückenüberfahrten so künstlich einengen, dass wirklich kein großer Lkw mehr drüber passt. Und man könnte auch einen unabhängigen Gutachter hinzuziehen, der - ohne ein Interesse des Auftraggebers im Hinterkopf - den tatsächlichen Zustand noch einmal genau unter die Lupe nimmt. "Heutzutage gibt es nichts, was man nicht sanieren kann", sagt Arnstadts Bürgermeister Hans-Christian Köllmer, "und diese Brücken sind schließlich damals so gebaut worden, dass Panzer drüber fahren können". Aus seiner Sicht wird das Jonastal als Straßenverbindung gebraucht, ohne Wenn und Aber. Noch gibt es Chancen, die Sperrung am kommenden Wochenende zu vermeiden. In den nächsten Tagen soll ein Vorort-Termin mit dem Straßenbauamt Mittelthüringen stattfinden, sagt Landrat Kaufhold. Denn das Jonastal wird gebraucht, wenn nun auch nicht mehr als Panzerstraße. Denn der Truppenübungsplatz, der sich einst oberhalb des Tales befand, wird gerade von der Bundeswehr abgewickelt.

 

Quelle TA


15.07.2011

Allee im Jonastal in letzten zehn Jahren bereits stark dezimiert

Fast 100 Alleebäume sind in den letzten 10 Jahren im Jonastal entlang der Straße gefällt worden oder eingegangen. "Das ist schon eine bedeutende Menge, wir gehen insgesamt von mehreren hundert Alleebäumen auf dem Teilstück zwischen Arnstadt und Gossel bis zur Kreisgrenze aus", sagt Andreas Thiele von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt.

Arnstadt. Die Bäume sind durch sehr verschiedene Ursachen verschwunden. Teils mussten sie gefällt werden, weil sie krank und so eine Gefahr für den fließenden Autoverkehr waren. Einige sind aber auch durch Unfälle so geschädigt worden, dass sie eingingen. Von den verbliebenen Alleebäumen sind allerdings ebenfalls fünfzig Prozent geschädigt. "Es betrifft besonders den Ahorn, sowohl den Spitz- als auch den Bergahorn, die unter dem Salz, das im Winter auf die Straße gestreut wird, dauerhaft leiden und sich wahrscheinlich kaum noch erholen können", erklärt Naturexperte Thiele. Braune Ränder an den Blatträndern zeigen dies im Sommer bereits deutlich an. Widerstandsfähiger sind dagegen die Linden, die ebenfalls beidseitig der Allee in der Jonastalstraße stehen. Sie können den hohen Salzeintrag besser verkraften. Trotz der bereits entstandenen Lücken im letzten Jahrzehnt ist die Allee zu 70 Prozent noch intakt, heißt es. Dies kommt daher, weil Vögel und vor allem Fledermäuse die fehlenden Bäume in den meisten Bereichen noch überbrücken können. Gerade die Fledermäuse, darunter das Mausohr oder die Kleine Hufeisennase, nutzen die Alleebäume im Biotopverbund als natürliche Deckung und Nahrungsquelle. Naturschützer haben im Jonastal bisher sechs Fledermausarten festgestellt.

Nun soll die Allee wieder vervollständigt werden. Gerade vor dem Hintergrund weiter sterbender Bäume durch das Streusalz ist das wichtig, um Lebensräume für Tiere nicht dauerhaft zu zerstören.

 

Weiterlesen - Quelle TA


21.12.2010

Chaotische Verhältnisse dank Tief "Petra" in Crawinkel

Tief "Petra" sorgte auch in Crawinkel für nahezu chaotische Verhältnisse. Die Feuerwehr wurden ins Jonastal gerufen, wo etwa zehn Autos im Schneesturm festsaßen.

Crawinkel. Eine Bergung schien aussichtslos, denn die Sicht war quasi gleich null. Daher entschied Ortsbrandmeister Hendrich, dass die Personen aus den Autos im benachbarten der Agrar-Betrieb in einen beheizten Raum evakuiert werden sollten. Da eine Person bedenklich unterkühlt war, wurde ein Rettungswagen alarmiert. Während der Wartezeit stabilisierte sich der Zustand aber soweit, dass sie nach Hause gebracht werden konnte. Drei Auswärtige wurden in einer Pension untergebracht. Jonastalstraße sowie die Straße in Richtung Wegscheide wurden gesperrt, tags darauf die Autos geborgen.

Im Anschluss wurde die Feuerwehr Crawinkel an die Bahnlinie alarmiert. Vor einem Triebwagen der Ohratalbahn stand der Schneepflugzug, dahinter ein Hilfszug der Deutschen Bahn. Bahnmitarbeiter versuchten, den Triebwagen freizuschaufeln. Dieser war gegen halb sechs Uhr morgens in eine Schneewehe gefahren und hatte sich aus den Schienen gehoben. Mit Unterstützung der Feuerwehrleute wurden die bis zu 1,80 m hohen Schneewehen rund um den Zug entfernt. Auch der durch das enorme Gewicht des Triebwagens komprimierte Schnee unter dem Zug wurde in mühsamer Handarbeit beseitigt. Im Anschluss sollte der Zug mittels Hydraulikzylindern der Bahn wieder in die Gleise gesetzt werden. Technische Probleme aufgrund der winterlichen Verhältnisse sorgten dabei für eine Schrecksekunde: Das Gefälle der Bahnlinie und Schnee sorgten dafür, dass der angehobene Zug wegrutschte und erst an der etwa 40 Zentimeter entfernten Schneewehe zum Stehen kam. Insgesamt waren die Feuerwehrleute dank "Petra" etwa 14 Stunden im Einsatz.

 

Quelle TLZ


18.12.2010

Feuerwehrleute des Landkreises Gotha halfen gestrandeten Autofahrern

In Tabarz und im Emsetal fiel gestern die Schule aus. Tief "Petra" hatte mit seinem Sturm für Schneewehen gesorgt, die am Donnerstagabend den Straßenverkehr lahmlegten. Und bei weitem nicht nur dort...

Landkreis Gotha. Zwischen 18.30 Uhr am Donnerstag und 1.30 Uhr am Freitagmorgen waren 77 Kameraden freiwilliger Feuerwehren des Kreises Gotha mit 14 Fahrzeugen im Einsatz, um Schneewehen beiseite zu schaufeln und gestrandete Fahrzeuge aus den Schneemassen zu ziehen. Die Feuerwehr Crawinkel sperrte das Jonastal und half den Insassen von sechs steckengebliebenen Pkw. Auch die Straße von Crawinkel zur Wegscheide war voll gesperrt, nachdem Bäume umgestürzt waren. Die Ohrdrufer Feuerwehr kümmerte sich darum...

 

Weiterlesen - Quelle TA


31.10.2010

Kein Wasser bei der Feuerwehr in Espenfeld

Einwohnerversammlungen in Espenfeld sind für den Arnstädter Bürgermeister praktisch ein Heimspiel. Das zeigte auch die jüngste am Mittwochabend.

Espenfeld. Wenn die turnusmäßige Ortsteilberatung in Espenfeld stattfindet, ist dies ein "intimes Versammeln von Leuten, die sich gut kennen", meinte Arnstadts Bürgermeister Hans Christian Köllmer scherzhaft, als er am Dienstag am Stammtisch des Feuerwehrvereinshauses Platz nahm. Fast alle, die gekommen waren, duzten sich. Und die offenen Probleme in der Gemeinde sind überschaubar. Eines davon war noch im vergangenen Jahr die drohende Schließung der Straße durch das Jonastal, die den Espenfeldern einen massiven Anstieg des Verkehrs durch den Ort beschert hätte. Doch das ist nun vom Tisch, auch "dank der allgemeinen Finanzmisere wird da nichts verändert", sagte Köllmer. Wahrscheinlich werde auch die vom Land zugesagte Sanierung der Brücken noch eine Weile auf sich warten lassen, aber für Espenfeld könne grundsätzlich Entwarnung gegeben werden...

 

Weiterlesen - Quelle TA


03.04.2010

Crawinkel braucht das Jonastal

Die Entscheidung des Kreistages für den Erhalt der Straße durch das Jonastal wird in Crawinkel ausdrücklich begrüßt.

Crawinkel. Die kürzlich im Kreistag einstimmig getroffene Entscheidung zur Änderung der Vereinbarung mit dem Freistaat hat Crawinkels Bürgermeister Stefan Schambach als wichtige Weichenstellung für die Zukunft Crawinkels gelobt. "Das war nicht nur ein guter Tag für Espenfeld, weil dem Ort nun erhebliche Verkehrsbelastungen erspart bleiben. Das war auch ein guter Tag für Crawinkel, weil die drohende Abkopplung des Ortes von der sich gut entwickelnden Industrieregion um das Erfurter Kreuz verhindert wurde", sagte er. Schambach betonte in diesem Zusammenhang noch einmal das vom Espenfelder Hobbyastronom Günter Loibl angetriebene überparteiliche Engagement in dieser Sache, das 2009 mit einer durch die frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Heß anberaumten Beratung in Espenfeld in fruchtbare Bahnen gelenkt worden war.

 

Quelle TA


20.03.2010

Kreistag beschloss einhellig Erhalt der Straße durch das Jonastal

Es war hoffentlich der Schlusspunkt einer unendlichen Geschichte: Nun stimmte auch der Kreistag einer Lösung zu, bei der die Straße durch das Jonastal erhalten bleibt. Das gab Anlass zum Schulterklopfen.

Arnstadt. Am Ende gingen alle Arme hoch. Einstimmig billigte der Kreistag am Mittwoch die "Änderung der Vereinbarung zwischen dem Freistaat Thüringen und dem Ilmkreis über den Um- und Ausbau des Bundesund Landesstraßennetzes" und rettete damit die Zukunft der Straße durch das Jonastal. Da die Details der Einigung zwischen Land, Kreis und Stadt Arnstadt schon vorher bekannt geworden waren (TA berichtete), konnte man sich in der kurzen Debatte der Frage widmen, auf wessen Mist dieser Erfolg eigentlich gewachsen ist. Natürlich war es CDU-Landrat Benno Kaufhold , der in den vergangenen Wochen die Vertragsänderung ausgehandelt hatte und sich damit "mindestens ein Abzeichen für gutes Wissen" verdient hätte, wie er scherzhaft anmerkte. Für die SPD stellte hingegen Herbert Windmiller klar, dass der ursprüngliche Rettungsantrag an den Kreistag von seiner Gemeinschaftsfraktion mit den Grünen gekommen sei und das Ergebnis nun zeige, dass man "den Landrat doch zum Jagen tragen" könne. Eleonore Mühlbauer , die ebenfalls in der SPD ist, aber tatsächlich etwas mit dem Rettungsantrag zu tun hatte, lobte die Aktion als Beispiel, "dass Politik parteiübergreifend etwas bewirken kann". Auch bei den Ausschuss-Vertretern gab es ringsum Zufriedenheit. So resümierte Arnstadts Vize-Bürgermeister Ulrich Böttcher für den Bauausschuss, man könne mit dem Ergebnis "hochzufrieden sein". Und Erwin Erdmann ergänzte für die Finanzer, dass wohl doch noch "Zeichen und Wunder" geschehen würden.

Da die Liste der Erfolgsväter und -Mütter auch aus Zeitgründen im Kreistag nicht weiter abgearbeitet werden konnte, seien Ergänzungen gestattet. So spielte zum Beispiel die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Heß eine treibende Rolle, auch wenn sie "vergessen" hatte, den Landrat mit nach Espenfeld einzuladen.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus von der Krone blieb zwar im Hintergrund, zog aber auch dort mit an den Fäden. Einer aber muss unbedingt noch genannt werden. Er rieb über viele Jahre immer wieder den Politikern das Thema unter die Nase und verlor selbst in aussichtslos scheinender Lage nicht den Mut. Es ist der Wahl- Espenfelder Astronom Günter Loibl. Für diese Penetranz, die sicher manchen schon genervt hat, sollten sich alle Nutznießer des Kreistags-Beschlusses bei ihm bedanken.

 

Quelle TA


12.03.2010

Kreistag berät zum Jonastal

Die Wahl des ehrenamtlichen Beigeordneten steht auf der Tagesordnung der nächsten Kreistagssitzung. Die dürfte lang werden, die Tagesordnung ist es auch.

Ilmkreis. Am Mittwoch, dem 17. März, findet ab 14 Uhr in der Stadthalle in Arnstadt die 6. Sitzung des Kreistages des Ilmkreises statt. Nach der Wahl der/des ehrenamtlichen Beigeordneten wird die Jahresrechnung 2009 des Landkreises Ilmkreis übergeben und es folgen der Jahresbericht des Landratsamtes für das Jahr 2009, ein Bericht zur Erfüllung des Maßnahmeplanes zur Frauenförderung und zur Chancengleichheit von Frauen und Männern im Landratsamt und zur Zwischenbilanz von 2006 bis 2009 des "Regionalmanagement Ilmkreis" Technologieregion Ilmenau- Arnstadt. Neben der Beantwortung aktueller Anfragen der Kreistagsmitglieder werden Informationen aus der Sitzung des Kreisausschusses gegeben. Weitere Themen sind u. a. die momentane Arbeitsmarktsituation im Landkreis, verschiedene Bau- und Investitionsmaßnahmen im Kreis und der Bearbeitungsstand der Straßenvereinbarung mit dem Freistaat Thüringen. Zudem geht es um die "Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen" und es wird der Winterschadensbericht gegeben.

Des Weiteren steht die Entscheidung an, ob sich der Kreis um die Zulassung als Optionskommune (Leistungen nach SGB II) bewirbt. Außerdem soll die Vorschlagsliste für Maßnahmen aus dem Konjunkturprogramm II geändert und ergänzt werden und es geht um die gesunde Lebensweise der Kinder an den Schulen im Ilmkreis. Wichtiges Thema ist auch die Vereinbarung zwischen dem Freistaat Thüringen und dem Ilmkreis zur Landesstraße L 1045 (Jonastal). Bestätigt werden sollen eine Mehrausgabe im Wirtschaftsplan des Abfallwirtschaftsbetriebes für die Sanierung der Deponie Wolfsberg sowie Mehrausgaben im Vermögenshaushalt für das Gebäude in Arnstadt, Rosenstraße 45. Letztendlich wird die Änderung der Geschäftsordnung eingebracht.

 

Quelle TA


11.03.2010

Grünes Licht für das Jonastal

Das Jonastal wird auf seiner kompletten Länge befahrbar bleiben, wenn der Kreistag der diesbezüglichen Vereinbarung mit dem Land zustimmt. Das ist das Ergebnis von erneuten Verhandlungen des Landrates mit dem Freistaat Thüringen.

Arnstadt. Seit 2001 der Beschluss gefasst worden war, die Jonastalstraße im unteren Bereich perspektivisch zurückzubauen, formierte sich Widerstand in Arnstadt, Espenfeld, Gossel und Crawinkel. Denn auch wenn die Landesstraße 1046 vorwiegend für den überregionalen Verkehr genutzt wird, so ist ihre Bedeutung für die an ihr liegenden Ortschaften dennoch sehr groß. Für Espenfeld sogar in besonderem Maße hier sollte nämlich der Verkehr künftig entlangrollen. Die größten Sorgen sind seit Montagabend jedoch vom Tisch. Da verkündete Landrat Benno Kaufhold (CDU), der vom Kreistag den Auftrag zu neuen Verhandlungen mit dem Land erhalten hatte, deren Ergebnis. "Das Jonastal wird auf Kosten des Landes instandgesetzt." Dabei gehe nicht um eine generelle Sanierung. Die sei aufgrund der Schutzzone Wasser und des allgemeinen Naturschutzes nicht möglich. Konkret bedeutet das, die Straße wird in einen befahrbaren Zustand versetzt und die Brücken werden soweit repariert, dass sie auch künftig unter Beibehaltung der Tonnagebeschränkung ihren Dienst tun. Der Landkreis wird das lenken, die vollständigen Kosten werden vom Land erstattet.

Besonderen Wert legt der Landrat auf die Feststellung, dass es weder eine Verbreiterung der Straße noch einen Neubau auch nur einer Brücke geben wird. "Die Brücken werden jährlich geprüft, wenn sie wirklich so baufällig wären, dass sie gesperrt werden müssten, hätte das Land nicht mit uns verhandelt." Es sei nur so, dass eine Generalsanierung der Brücken ausschließlich über Abriss und Neubau ablaufen könnte und im Moment des Abrisses wäre kein Bestandsschutz mehr gegeben und das Bauen in diesem Gebiet quasi unmöglich. "Eine Transitstrecke für Tieflader wird das Jonastal also auch künftig nicht werden, Lieferverkehr kann selbstverständlich auch in Zukunft passieren." Zufrieden mit dem doch eher unerwarteten Sinneswandel war man im Kreistagsausschuss Bau, Wirtschaft und Verkehr, der das Premierenpublikum für die frohe Kunde darstellte. "Es hat sich gelohnt, dem Landrat den Auftrag zu geben", gab es für Kaufhold von Klaus Leuner (Linke) ein aus dieser politischen Ecke ungewohntes Lob. "Ich sehe das als sehr gute Grundlage", freute sich auch Arnstadts Vizebürgermeister Ulrich Böttcher (FDP). Allerdings kommen Kreis und Stadt nicht ungeschoren aus der Einigung heraus. So wird die Landesstraße nach Abschluss aller nötigen Baumaßnahmen zwischen Straßburgkreisel und Kreisgrenze Gotha zur Kreisstraße umgewidmet, was heißt, dass Folgekosten ab dann vom Landkreis zu tragen sind. Zum anderen wurde vereinbart, dass der Straßenabschnitt Espenfeld- Siegelbach nun ja nicht mehr als Alternativstrecke benötigt als Ortsverbindungsstraße an die Stadt übergeben wird. Der Landrat wurde vom Land beauftragt, mit der Stadt über die Kostenübernahme der Straßenreparaturen in Espenfeld zu verhandeln. 146 000 Euro stehen hier zu Buche, "aber die werden nicht vor 2013 fällig, und da hat Arnstadt wieder Geld", sagte Kaufhold.

 

Quelle TA


18.02.2010

Arnstädter Reaktion auf Crawinkler Schneechaos lässt auf sich warten

Das Jonastal zwischen dem Abzweig Gossel und Crawinkel hatte sich Anfang Februar einmal mehr für Autofahrer als gefährliche Schneefalle entpuppt. Zu Recht kritisierten die Betroffenen, die Helfer und Crawinkels Bürgermeister Stefan Schambach, dass die Landesstraße nicht rechtzeitig gesperrt wurde.

Crawinkel. In erster Linie ist es Feuerwehrkameraden und der Agrargenossenschaft zu verdanken, dass Anfang Februar kein Kraftfahrer in den Schneewehen vor Crawinkel zu Schaden kam. Neben der Tatsache, dass es sich hier um eine bekannt windanfällige Stelle handelt, von Schneezäunen aber nichts zu sehen ist, sorgte in dem Zusammenhang mit der kritischen Situation vor allem das Zuständigkeitsgerangel für großen Ärger. Auf Gothaer Seite hat man inzwischen Konsequenzen daraus gezogen, dass eine Leitstelle auf die andere verwies, die Polizei ohne Zustimmung des zuständigen Straßenbauamtes Mittelthüringen nicht eingreifen durfte und es selbst den Feuerwehren nicht erlaubt war, zur Gefahrenabwehr die Straße zu sperren. Auf Initiative des Gothaer Landrates Konrad Gießmann (CDU) wurde eine Festlegung getroffen, damit Kompetenzfragen einem raschen Handeln der Helfer vor Ort nicht länger im Weg stehen. Grundsätzlich gilt weiterhin: Der Baulastträger ist verantwortlich für Sperrungen. Den Betroffenen hilft es aber nicht, wenn die Entscheidung ebenso wie die Beschilderung erst langwierig aus der Ferne angefordert werden muss. Wir sind der Ansicht, dass in Ausnahmesituationen die Helfer vor Ort handlungsfähig sein sollten, so Gießmann...

 

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02.03.2002

Bürgerinitiative - Schutz intakter Lebensräume Espenfeld, Gossel und Umgebung

Wir, die Bürger von Espenfeld und Gossel, lehnen den Neubau einer Straße durch unberührte Wälder, Wiesen und Felder ab und fordern den Erhalt der bestehenden Straßenverbindung von Crawinkel nach Arnstadt.

 

Link zum offenen Brief der Bürgerinitiative


22.01.2002

Ignoranz als Methode - Leserpost: Espenfeld als weiterer Fall

Mit Interesse habe ich den Artikel von Jürgen Ludwig (Ignoranz statt Schlafeinlage", TA vom 15. Januar) gelesen. Die Aussage: "...viele der unglücklichen Entscheidungen und die daraus resultierenden umstrittenen Objekte, haben ihren Ursprung darin, dass der Kontakt zwischen der Bevölkerung und der Verwaltung zu wünschen übrig lässt" kann uneingeschränkt auch für die angedachte Verlegung der Straße durch das Jonastal angewandt werden. Obwohl in der Presse mehrfach substanziell die Nachteile einer Verlegung aufgezeigt wurden, kommt von Seiten der befassten Behörden keinerlei ernstzunehmender Beitrag. Statt dessen lässt man mitteilen "Straßenbauamt und Landratsamt über die Trassenführung einig" (TA vom 24. November 2001). Gemeint ist, man ist sich einig, die Wohn- und Umweltqualitäten mehrerer hundert Bürger von Espenfeld und Gossel erheblich zu verschlechtern. Zu dieser Entscheidung ist man trotz erheblicher Bedenken, nicht nur Betroffener, und ohne jegliche Diskussion mit den betroffenen Gemeinden gekommen. Als Begründung wird die Wurzelfreiheit der Linden im Jonastal, mit deren Abholzung man bereits begonnen hat, sowie die schlechten Sichtverhältnisse an den Brücken im Jonastal ins Feld geführt. Ich mag diese ,Begründung" nicht weiter kommentieren, sondern fordere endlich eine gleichberechtigte und sachgerechte Diskussion. Im übrigen sind sich die Bürger Espenfelds ebenfalls einig: Keine Veränderung der gegenwärtigen Verkehrsführung!

Volker Herzberg, Espenfeld
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Arnstadt vom 22.01.2002


Quelle: http://www.espenfeld-gossel.de