Ortschronik

Daten, Fakten, Ereignisse aus der Geschichte der Gemeinde Crawinkel

27.5.1088 Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Crawinkel in der Chronik des Klosters von Gosek.

 

1259 Die Paßstraße von Zella über Oberhof nach Crawinkel wird erstmals erwähnt.

 

1290, 1301 Vom Grafen von Käfernburg werden u. a. auch Crawinkler Güter an das Kloster Hersfeld verpfändet, darunter auch Zoll und Geleite.

 

1360 In einer Urkunde des Landgrafen Friedrich von Thüringen wird Crawinkel als Stadt bezeichnet.

 

1342 Unser Ort fällt unter die Herrschaft der Grafen von Gleichen.

 

1421 Aus der Marienkapelle wird die Kirche gebaut.

 

1519 Erste urkundliche Nachricht über das Crawinkler Mühlsteinhauergewerbe.

 

1534 „...die jetzigen Mühlsteine seien alle zu weich, bis auf ein Paar die seien von Crawinkel gebracht worden."

 

Um 1545 Im Kienberg werden Kupfermanganlager entdeckt und mit Hilfe der Grafen von Gleichen und der Herren von Ohrdruf für den Ab¬bau erschlossen.

 

1564 Bau der Gemeindeschenke.

 

1500—1600 Um Crawinkel besitzt 650 Einwohner, drei Gasthöfe und ein Schenkhaus. Es hat eine Mahlmühle und besitzt die Malz-, Brau- und Backgerechtigkeit.

 

1613 Umbau der Kirche in den romanischen Stil.

 

Um 1620 Zur Kipper- und Wipperzeit befindet sich in Crawinkel eine Münzstelle.

 

4. Mai 1624 Bis auf acht Häuser brennt der Ort fast gänzlich nieder, darunter die Kirche, Schule und die Gemeindehäuser.

 

1618—1648 Schwere Schäden und großes Elend brachte der Dreißigjährige Krieg über den Ort.

 

1640 52 bewohnte und 148 verwüstete Häuser.

 

1641 Bestehen nur noch 61 Feuerstätten und 32 Bauern sind übrig geblieben.

 

1651 Crawinkel wird zum Besitz der Fürsten von Hohenlohe.

 

1664 Unser Ort erhält Marktgerechtgkeit zu Ohrdruf.

 

1665 Crawinkel verfügt über eine Schule. Sie befindet sich in der jetzigen Drogerie und wird von einem Kantor geleitet.

 

Um 1750 Ein Kalkofen ist in Betrieb.

 

1753 In einer Nachricht heißt es: „...Friedrichsanfang, einen Gasthof mit dazu gerechnet, welcher von einem Forstbedienten namens Waitz erbauet worden, zu welchem noch drei Häuser, Wiesen, Gärten, Äcker und Teiche gehören und unter dem Crawinkler Steiger liegt.

 

1753 Neubau des Kirchturms.

 

1753 Unser Ort hat nun zwei Schulen, die zweite befindet sich bei der Schenke. Sie werden von einem Kantor und einem Organisten geleitet.

 

1758 Vergrößerung der Kirche. Sie erhält ihre jetzige Gestalt.

 

1830 Der Bau der neuen Straße von Ohrdruf nach Oberhof hat für die Crawinkler Einwohner katastrophale Auswirkungen. Man meidet den Crawinkler Paß mit der gefährlichen Steiger Hohle. Gastwirte, Wagner, Schmiede, Anspänner und viele andere verlieren ihre Erwerbsquelle. Der Ort verarmt abermals.

 

1848 Unser Ort wird dem Herzogtum von Sachsen-Gotha angegliedert. Nach deren Besitz gehört unsere Gemeinde zum Landkreis Gotha.

 

1864 Gründung des Turnvereins.

 

1873 Eröffnung eines Postamts in Crawinkel durch Thurn und Taxis (Quelle: Stempeldatenbank) Nach der Gründung des Deutschen Bundes 1816 betrieb Thurn und Taxis die Post auch im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha.

 

1.11.1892 Die Eisenbahnstrecke Ohrdruf-Gräfenroda wird dem Verkehr übergeben.

 

1898 Nachdem der im 1. Stock befindliche Saal nicht mehr den Anforderungen entsprach, baute man an der Südseite der Schenke einen neuen Saal.

 

Vor 1900 - Das Postamt befindet sich auf dem Markt. Die von Erfurt über die Klipper kommende Postkutsche spannt dort aus.

 

1900 Eine neue Schule in der Kirchgasse wird eingeweiht (drei Schulen).

 

1908—1910 Bau der Straße von Crawinkel nach Arnstadt durch das Jonastal. Die Straße wird vorwiegend durch Italiener gebaut. Die alte Straße führte bisher über Gossel, Espenfeld - Alteburg.

 

1914-1918 Im 1. Weltkrieg fallen 92 Crawinkler Bürger für die Interessen der deutschen Imperialisten. In der Waldstraße wird von einem Crawinkler Bürger namens Gehrhardt eine Ziegeleihütte errichtet.

 

1918 Ein Kalkofen wird in der Gosseier Straße in Betrieb genommen.

 

18.3.1920 Der Bürger Paul Pflügner fiel im Kampf gegen die Kapp-Putschisten in Gotha. Eine Gedenkstätte befindet sich auf dem Friedhof in Crawinkel.

 

1921 Gründung des Arbeitergesangvereins „Eintracht". Ihm gehörten 21 Sangesschwestern und 26 Sangesbrüder an.

 

1927—1933 Crawinkel und Wölfis verzeichnen erneut die meisten Arbeitslosen des Kreises Gotha.

 

22. 11. 1928 Gründung des Sportvereins „Jugendkraft" in der Gaststätte „Goldene Aue".

 

1929 Das Jägerhaus in Friedrichsanfang wid als Kreisheim der „Deutschen Turner" umgebaut. Im gleichen Jahr wird das Kreisjugendheim für die Turnerjugend neben dem ehemaligen Jägerhaus fertiggestellt und eingeweiht

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Herbst 1944 Das Außenkommando S III des KZ Buchenwald wird im Raum Ohrdruf, Crawinkel, Espenfeld gebildet.

 

10./11. April 1945 In der Nacht vom 10. zum 11. April rücken amerikanische Truppen in den zu mehr als 76% zerstörten Ort Crawinkel vor. Abwechselnd griffen amerikanische Artillerie und Flugzeuge den Ort an. Es fallen 44 Personen, zum Teil junge Menschen, 78 Häuser sind total zerstört, 15 Bürger von Crawinkel kommen ums Leben, 11 unbekannte Bürger sowie 5 polnische Bürger und 1 jugoslawischer Bürger finden den Tod. Für die 11 unbekannten, 5 polnischen und den jugoslawischen Bürger sind 2 Gedenkstätten in Crawinkel auf dem Friedhof errichtet.

 

Anfang Juli 1945 Sowjetische Truppen kommen nach Crawinkel und werden durch Genossen der KP begrüßt.

 

16. Juli 1945 Neugründung der KP.

 

26. Juli 1945 Gründung der antifaschistischen Jugend.

 

1. Mai 1946 Einweihung des Ernst-Thälmann-Platzes.

 

1948/49 Bau des Sportplatzes in Eigenleistung.

 

1949 Einweihung des FDGB-Ferienheimes „Am Kienberg".

 

1949 Die Sektion „Tischtennis" beginnt mit den übunysstunden. Frauen- und Männerturnriegen sind aktiv.

 

1952 Crawinkel wird dem Landkreis Arnstadt angeschlossen.

 

1955 Eröffnung der ständigen Kinderkrippe mit einer Kapazität von 21 Kindern. 1988 sind 30 Plätze vorhanden.

 

1958 Übergang der LPG vom Typ l zum Typ III.

 

1963 Crawinkel wird staatlich anerkannter Erholungsort.

 

1966 Vereinigung der LPG „Am Kienberg" Typ II und der LPG „Einigkeit" Typ l zur LPG „Am Kienberg" Crawinkel.

 

1974 Die BSG „Traktor" wird in Berlin als „Vorbildliche Sportgemeinschaft" ausgezeichnet.

 

1974/75 Schulneubau - 10klassige Allgemeinbildende Polytechnische Oberschule.

 

14.4.1976 Gründung des DAV der DDR.

 

1976 Herausbildung der KAP Crawinkel, Gründung der LPG (P)„Lütsche" Crawinkel.

 

1979 Rekonstruktion der Staatlichen Arztpraxis im Riedweg.

 

1980 Deutsche Post erhält ein neues Dienstgebäude.

 

1981 Gründung der Sektion „Ski".

 

1982 Einweihung des Feuerwehrgerätehauses in der Hintergasse.

 

7.10.1984 Crawinkel erhält die Auszeichnung „Schönster Ort des Kreises Arnstadt".

 

1985 Einweihung der Stele in der Erfurter Straße.

 

1986 Erstes Marktfest in Crawinkel.

 

27.3.1987 Auszeichnung „Vorbildliche Ortsgruppe des DAV der DDR" im Jahr 1986.

 

7. 10. 1987 Anerkennung des Titels „Bereich der vorbildlichen Ordnung und Sicherheit". Nach dreimaliger Verteidigung kann der Titel ständig geführt werden.

 

1988 Bau der neuen Schulsporthalle.

 

23.2.1988 Anläßlich des 70. Jahrestages der GSO erhält der Bahnhof Crawinkel die Auszeichnung „Schönster Bahnhof".

 

April 1988 Umbau der Konsumgaststätte „Gemeindeschenke".

 

27.5.1988 Festsitzung der Gemeindevertretung anläßlich der 900-Jahrfeier Crawinkel.

 

Quelle: Chronik zur 900jahr Feier von Crawinkel im Jahr 1988