Die Geschichte des Ortsteil Friedrichsanfang


Der Ortsteil Friedrichsanfang wurde 1859 nach Crawinkel eingemeindet. Zuvor war es eine Kolonistensiedlung, die durch die Betreiber von der herzoglichen Forstverwaltung im 17. Jahrhundert angelegt wurde. Im Jahre 1780 bestand der Ort gerade mal aus einem Wirtshaus und 3 Waldbauerhäusern. Die Lebensbedingungen im Ort waren weitaus härter als in Crawinkel. Familien im Ortsteil hatten wenig Geld. Außerdem war keine Arbeit für die Kolonisten vorhanden um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Daraufhin wurde 1858 der damalige Landrat in Ohrdruf beauftragt die Kleinsiedlung einzugemeinden. Zu diesem Zeitpunkt bestand Friedrichsanfang bereits aus 10 Häusern mit ca. 50 Einwohnern. Diese Pläne stießen aber auf Widerstand in Crawinkel. Die Bevölkerung sah sich als Opfer staatlicher Willkürmaßnahmen. Daraufhin protestierte man beim herzoglichen Staatsministerium. Ein weiterer Grund war, das die Familien vom Friedrichsanfang seit längerer Zeit auf die materielle Unterstützung von Crawinkler Bürgern angewiesen war. Crawinkel forderte 1000 Taler Beteiligung um den Familien des Orteils zu helfen. Der Landrat verweigerte diese hohe Summe allerdings.

Nach einer Dringlichkeitssitzung erhielt der Gemeindevorsteher die Bewilligung von max. 200 Reichstalern. Daraufhin wurde am 30.01.1859 der Ortsteil Friedrichsanfang nach Crawinkel eingemeindet.