Die Geschichte der Ohratalbahn


Chronik der Ohratalbahn

 

1864

Bildung eines Vereins für die Fortführung der Strecke Gotha- Ohrdruf (Projekt kam nicht zur Ausführung)

 

1872

Neuer Anlauf zum Bau der Strecke. Vorgesehen war eine Verbindung von Gotha über Ohrdruf, Ilmenau und Königsee nach Saalfeld. Auch dieses Projekt wird wegen der Lage des Geldmarktes abgewiesen.

 

1874

Am 7. November wird der Bauvertrag abgeschlossen. Mit 500.000 Thalern Bausumme sollte die Bauleistung einschließlich Grunderwerb, jedoch ohne Beschaffung von Betriebsmitteln, die Eisenbahn von Gotha nach Ohrdruf bis zum 19. Januar 1876 fertiggestellt sein.

 

1875

Am 19. Januar 1875 wurde die Konzession zum Bau erteilt. Die "Gotha- Ohrdrufer Eisenbahn- Gesellschaft" wurde gegründet.

 

1876

Eröffnung der Privatbahn Gotha- Ohrdruf. Am 8. Mai 1876 erfolgte die offizielleAufnahme des Bahnbetriebes.

 

1885

Die Strecke Gotha- Ohrdruf wird verstaatlicht

 

1886

Am 14. Juli 1886 wird der Bau von Ohrdruf nach Gräfenroda genehmigt.

 

1888

Am 1. Mai 1888 wird die Bausumme von 1.737.000 Mark genhmigt und am 11. Mai 1888 die Konzession zum Bau erteilt.

 

1889

Strecke wechselt in das Eigentum Preußens.

 

1890

Erweiterung des Haltepunktes Emleben zur Güterladestelle.

 

1892

Am 1. November 1892 konnte die Strecke durch die Preußische Staatsbahn dem öffentlichen Verkehr übergeben werden.

 

1901

Fertigstellung des Haltepunktes Petriroda (bereits für das Jahr 1897 geplant)

 

1912

Planung und Vorarbeiten eines zweiten Gleises von Gotha nach Gräfenroda. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges und der der Wirtschaftskrise scheiterte das Projekt allerdings.

 

1919

Wegen Kohlemangels wurde der Betrieb auf der Strecke an den Osterfeiertagen komplett eingestellt. Am 22. April 1919 wurde mitgeteilt das jeweils ein Zugpaar pro Tag in der Mittagszeit verkehrte. Auch Schulausflüge wurden nicht genehmigt. Die Einschränkungen hielten teilweise bis Ende 1919 an.

 

1921

Anlegung eines Anschlussgleises im Bahnhof Ohrdruf für den Ziegeleibesitzer Robert Friedrichs.

 

1929

Beginn eines Anschlussgleises zwischen Gräfenroda- Ort und Frankenhain.

 

1935

Entstehung des Anschlussgleises "Muna" am Westende des Bahnhofes Crawinkel.

Umfangreiche Erweiterungen auf den Bahnhöfen Emleben, Georgenthal, Ohrdruf, Luisenthal, Crawinkel und Frankenhain durch den Bau des Lütscheweihers.

 

1945

Auf einem Anschlussgleis zwischen Luisenthal und Crawinkel wird der Salonwagen von Compie`gne zerstört.

Am 6. Februar 1945 wird der Bahnhof Gotha Ziel eines Luftangriffes. Der Zugverkehr kommt teilweise zum erliegen.

Im Juni 1945 wurde der planmäßige Zugverkehr wieder aufgenommen.

 

1969

Einstellung des Dampflokbetriebes auf der Strecke Gotha- Gräfenroda.

Betriebseinstellung des Reiseverkehrs zwischen Tambach und Georgenthal. Ausbau der Drehscheibe am Lokschuppen Georgenthal.

 

1990

Anfang der 90er Jahre ging der Güterverkehr stark zurück. Die meisten Anschlussgleise werden stillgelegt.

 

1998

Am Abend des 28. Juni 1998 fuhr letztmalig ein Zug von Crawinkel nach Gräfenroda. Am 29. Juni 1998 wurde der Streckenabschnitt Gräfenroda- Frankenhain- Crawinkel wegen Oberbaumängeln eingestellt.

 

2000

Anfang November 2000 setzt die Bahn Triebwagenzüge der Baureihe 628 versuchsweise zwischen Gotha und Crawinkel ein. Das Ende der "Ferkeltaxe" war gekommen.

 

2002

Die Strecke Crawinkel- Gräfenroda wird aufwendigt saniert.

Im Dezember 2002 zum Fahrplanwechsel wird der Bahnbetrieb zwischen Crawinkel- Gräfenroda wieder aufgenommen.

 

2003

Die Gleise im Crawinkler Bahnhof werden komplett erneuert.

 

2011

Das Land beschließt die Strecke Gotha- Gräfenroda stillzulegen. Proteste brachten bisher nichts.Eine 135 jährige Bahngeschichte neigt sich dem Ende zu.

 

10. Dezember 2011

20:39Uhr fuhr der letzte Zug von Gotha nach Crawinkel (Ankunft 21:15Uhr). Der letzte Zug verlies Crawinkel mit einem Dauersignal gegen 21:45Uhr. Kurz danach gingen die Lichter am Bahnhof aus.

 

18. September 2013

Im August/September 2013 wurde durch die DB Netz AG der Oberbau des Abschnittes Gotha–Emleben letztmals erneuert. Zum 18. September 2013 übernahm nach Abschluss des Verfahrens nach § 11 Allgemeines Eisenbahngesetz – Abgabe und Stilllegung von Eisenbahninfrastruktureinrichtungen – die ZossenRail Betriebsgesellschaft die Betriebsführung.